Zustand der Brücken der Staats- und Bundesstraßen: 20 Prozent nur als ausreichend und zehn Prozent als nicht ausreichend oder ungenügend eingestuft

20 Prozent der Brücken der Staats- und Bundesstraßen in Sachsen werden von Sachsens Wirtschaftsministerium nur als ausreichend eingestuft. Weitere rund zehn Prozent der Brücken sind in einem nicht ausreichendem oder ungenügendem Zustand. Das geht aus der Antwort von Wirtschaftsminister Martin Dulig (SPD) auf eine Kleine Anfrage der Landtagsabgeordneten Katja Meier (GRÜNE) hervor.

„Zwar ist die überwiegende Anzahl der Brücken der Staats- und Bundesstraßen in Sachsen in einem guten baulichen Zustand. Aber immerhin 30 Prozent der Brücken müssen zügig saniert werden“, erklärt Katja Meier, verkehrspolitische Sprecherin der Fraktion BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN im Sächsischen Landtag.

„Mit insgesamt rund 220 Ersatzneubauten im Zeitraum von 2014 bis 2022 werden fast zehn Prozent aller Brücken komplett erneuert. Dieser hohe Anteil zeigt die Herausforderungen: Die regelmäßige Wartung der Brücken ist aufwändig und kostenintensiv. Die im Haushaltsentwurf geplanten Mittel von etwa 32,5 Mio. Euro jährlich für die etwa 2.400 Brücken in Sachsen werden kaum auskömmlich sein. Um den Bedarf an Investitionen in Erhaltung und Neubau zu steigern, muss die Staatsregierung mehr Geld in die Hand nehmen.“
„Die extreme Zunahme des Schwerverkehrs auf der Straße seit dem Jahr 1990 führt dazu, dass die Brücken deutlich schneller verschleißen. Die konsequente Verlagerung des Schwerlastverkehrs auf die Schiene wäre ein wichtiger Beitrag zum Erhalt der Straßeninfrastruktur.“

» Antwort von Wirtschaftsminister Martin Dulig (SPD) auf eine Kleine Anfrage der Landtagsabgeordneten Katja Meier (GRÜNE) ‚Zustand der Brücken in Sachsen‘ (Drs 6/14343)

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